Home
Programm
Dekanat Ehingen-Ulm
Kirchengemeinden im
Alb-Donau-Kreis
Kirchengemeinden im
Stadtkreis Ulm
Einrichtungen
Kindertageseinrichtungen
Verbände
Links
Kontakt
Impressum
.
Dialogprozess
Slowenische Katholische Gemeinde „Hl. Dominic Savio”
Ravensburg - Ulm

Neunkirchenweg 63 A
89077 Ulm
Tel.: 0731/3799670
E-Mail: marko.dvorak@t-online.de

Gottesdienste am Sonntag in der Heilig-Geist-Kirche
am 1. und 3. Sonntag im Monat um 10.30 Uhr

Slowenische Katholische Gemeinde „Hl. Dominic Savio”
Die Slowenische Katholische Gemeinde erfüllt ihrerseits in ihrem Bau (Struktur) und in ihrer bisherigen Tätigkeit größtenteils schon alle Zeit ihres Bestehens die Voraus- setzungen, die sich die neue Ordnung der pastoralen Tätigkeit in unserer hiesigen Diözese stellt. Sie war bereits bisher als eine Ganzheit und in ihren geographischen und inhaltlichen Teilen allseits lebhaft und lebendig in die Tätigkeit der örtlichen Kirche auf dem Terrain eingegliedert – und ebenso auch in die Tätigkeit anderer Landes- und Gemeindestrukturen.

Unsere Gemeinde ist im Hinblick auf die Gegebenheiten auf dem Terrain, die sie bis- her berücksichtigen musste und die sie selbstverständlich auch weiterhin berück- sichtigen wird, auf zwei verhältnismäßig selbständig funktionierende Einheiten ge- gliedert: auf den Ravensburger und den Ulmer Teil. Jede dieser beiden Einheiten ist auf ihrem Gebiet schon jetzt als eine besondere pastorale Gesamtheit (Pfarrei) tätig und in ihren eigenen territorialen Arbeitskreis eingegliedert. In der Zukunft kann alles, was den beiden erwähnten Einheiten gemeinsam ist, erhalten bleiben, ausge- prägter aber wird sich die Selbständigkeit jeder der beiden Einheiten in der kon- kreten Umwelt entwickeln müssen, insbesondere im Hinblick auf die Anerkennung und Annahme von Seiten der einheimischen Kirchenstrukturen.

Auf dem Gebiet der hiesigen Slowenischen Katholischen Gemeinde sind wir Slowe- nen, verstreut wohnhaft und daher unverwöhnt und anpassungsfähig sowie an das Überwinden größerer Entfernungen gewöhnt. Trotzdem haben wir schon bisher viel- seitig mit den örtlichen Einheiten der Kirche in unserer Diözese zusammengearbeitet – überall dort, wo ihre Tätigkeit und Zusammenarbeit willkommen waren und möch- ten dieses Niveau in der Zukunft erhalten, beziehungsweise noch weiter entfalten.

Wir Mitglieder der hiesigen Slowenischen Katholischen Gemeinde, sind uns deutlich aller personalen, finanziellen und zahlreicher anderer Schwierigkeiten bewusst, die unserer hiesigen Teilkirche in der letzten Zeit zu schaffen machen, doch möchten wir – trotz der bewussten, solidarischen und disziplinierten Absage an alles, was nicht wesentlich ist – dasjenige erhalten und bewahren, was für unser normales mensch- liches und christliches Bestehen unumgänglich und notwendig ist. Aus der alltäg- lichen Lebenspraxis wissen wir nämlich, dass sich in eine neue Umwelt nur derjenige richtig und erfolgreich integrieren kann, der sich nicht bequem, passiv und nach Prinzip des kleinsten Widerstandes (das heißt sündhaft!) der Assimilation ergeben hatte. Ein „Assimilant“ ist immer eine schwache, unverlässliche und schwankende Person, und jeden Augenblick in jeder Hinsicht unberechenbar, die weder als unter- gebene Arbeitskraft noch als statistischer Posten „von Nutzen“ und daher eigentlich für jede Art normaler menschlicher Integration unfähig ist. Integrieren kann sich nur derjenige, der in diese Integration etwas mitbringt, und nur derjenige kann etwas mitbringen, der etwas hat, und nur derjenige kann wieder etwas haben, der das- jenige, was er besitzt, nicht wegwirft und vernichtet, sondern in seiner Treue aufbe- wahrt und je nach Möglichkeit sogar weiter entwickelt.

Die Slowenische Katholische Gemeinde wird dankbar sein, wenn sie in den neuen organisatorischen Gegebenheiten – mit der Rücksicht auf alle dringenden Verände- rungen, die die Zeit allen Katholiken unserer hiesigen Diözese auferlegt – in der Lage sein wird, ihre grundlegende Aufgabe zu erfüllen: Sich um die religiöse, kultu- relle und soziale (und somit natürlich allgemein menschliche) Kostbarkeit der Slo- wenen auf ihrem Gebiet zu kümmern. Damit wird sie auch positiv auf die ent- sprechende Integration der Slowenen in ihre Umwelt wirken können, in welcher diese Slowenen arbeiten und leben, und noch weiter positiv die Gestalt unserer gesamten (gemeinsamen) hiesigen Gesellschaft beeinflussen können – auch und insbesondere im kirchlichen Sinne.

Dr. Marco Dvorak

---

Zurück zur Übersicht